Geld für Kinder & Jugendliche – the learning mindset

Manuel ErnstFinancial intelligence Comments

Vom Schreibtisch von Manuel Ernst

Thema: Welche Kernfähigkeiten du dir in deiner Jugend erarbeiten musst

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In der Kindheit und Jugend, die ich für den Zweck dieses Textes zeitlich grob auf das Alter von 10 bis 19 Jahren eingrenze, prägen sich bei einem jungen Menschen ein beträchtlicher Teil der Grundanschauungen aus. Mit diesen wird er durchs Leben gehen und seine Entscheidungen werden in erheblichem Maß davon beeinflusst sein.

Außerdem kann diese Phase des Lebens auch als die wichtigste Phase im Hinblick auf die Ausprägung und den Aufbau von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen betrachtet werden. Das in dieser Phase zu erlernende Wissen geht dabei zwar nicht zwangsläufig in die Tiefe, aber definitiv in die Breite. Nicht umsonst heißt es so schön, dass du dir mit dem Abitur ein sehr großes Basiswissen angeeignet hast, welches im Leben tendenziell auch nicht mehr viel zunehmen wird. Wohlgemerkt, was die Breite angeht, nicht die Tiefe des Wissens.

Ach ja, falls du kein Abitur gemacht haben solltest, schreibe dich nicht ab. Es macht trotzdem Sinn für dich weiterzulesen. Das mit dem Abitur war nur ein Beispiel;-)

Ein Teil des erworbenen Wissens wird dir für den Rest deines Lebens von großem Nutzen sein, während ein anderer Teil (vielleicht sogar der Großteil) verkümmern wird, da es sowieso nur eine nutzlose Ansammlung von auswendig gelernten Fakten war, die Wikipedia mindestens genauso gut wiedergeben kann…

…und wo wir gerade dabei sind. Ein Gruß an alle die sich Ihre Referate und Vorträge von Wikipedia ziehen. Ihr seid nicht allein.

Oft verstehen junge Menschen nicht wie wichtig der Faktor Bildung einmal für sie sein wird. Schließlich rücken ab einem bestimmten Alter andere Dinge in den Mittelpunkt,  wie beispielsweise Freunde, die Abnabelung von den Eltern und damit einhergehend eine stetig wachsende Unabhängigkeit.

Gute Freunde sind sicherlich sehr wichtig im Leben, jedoch werden sie niemals deinen Job für dich erledigen und auch kein Geld für dich verdienen. Daher musst du selber die Weichen für dich stellen. Ein anderer wird es sicherlich nicht für dich tun!

Die meisten jungen Menschen werden in dieser frühen Phase ihres Lebens vom gleichen Problem geplagt: Chronischer Geldmangel.

Oder mit anderen Worten: „Ohne Moos nix los“, „Ohne Knete keine Fete“.

Man ist permanent von anderen abhängig. Von den Eltern, Omas und Opas und den lieben Verwandten.

Nun aber ein kleiner Trost für alle die sich hier angesprochen fühlen: Auch hier seid Ihr wiederum nicht allein. Die meisten Menschen die sich in dieser Lebensphase befinden haben dasselbe Problem wie du.

Es ist völlig normal in diesem Alter so gut wie blank zu sein.

Doch nun liegt es an dir selbst dieses Problem anzugehen. Damit du dich nicht auf der kopflosen Suche nach dem schnellen Geld verrennst, gibt es einige grundlegende Dinge die du zuallererst verstehen musst.

Um in nicht allzu ferner Zukunft überhaupt einmal die Möglichkeit zu haben an Geld zu kommen, beziehungsweise langfristig ein Vermögen aufzubauen, muss zuerst einmal eine gesunde und bodenständige Einstellung zum Thema Geld und zum Leben aufgebaut werden.

Wenn du also jemals zu Wohlstand gelangen willst, solltest du ein grundsolides Fundament an Wissen erwerben und eine „gesunde Haltung“ zum Thema ‚Lernen‘ schaffen.

Doch was genau ist unter einer gesunden Haltung oder einer gesunden Einstellung zu verstehen?

Ich behaupte, dass zu einer gesunden und vor allem erfolgsfördernden Einstellung folgende Eigenschaften zählen:

– positives Denken/Optimismus

– aktives Handeln

– Sachlichkeit

– Entschlossenheit

– Durchhaltevermögen

– Leichtigkeit/Spaß

Die genannten Eigenschaften und Herangehensweisen stellen jedoch nur eine kleine Auswahl derjenigen Grundhaltungen dar, die es sich nach und nach zu erarbeiten gilt.

Dem gegenüber stehen Eigenschaften die du dir lieber nicht zu eigen machen solltest, hier einige Beispiele:

– negatives Denken / permanent den Pessimisten raushängen lassen

– inaktiv sein (->faul)

– Vorurteile gegenüber allem und jedem haben

– eine unstete Lebensweise (zu viel Alkohol, Zigaretten etc.)

– schnell aufgeben

Du wirst nicht mit einer Reihe positiver und negativer Eigenschaften (Verhaltensmuster) geboren, sondern erwirbst diese im Laufe deiner Kindheit und Jugend, sei es durch die Erziehung der Eltern, den Einfluss von Freunden oder der Gehirnwäsche durch die Medien.

Für gewisse Eigenschaften, die aus genannten Gründen tief in dir ‚verankert‘ sind, kannst du also erst mal nichts.

Du kannst aber definitiv an dir arbeiten, dazulernen und dich verbessern.

Während man Erwachsen wird, ist es ein typisches Verhalten jede Autorität in Frage zu stellen und sich zu weigern dies oder jenes zu tun.

Doch jetzt kommt’s, also aufgepasst: Du solltest nicht nur alles in Frage stellen um aus Prinzip dagegen zu rebellieren. Vielmehr solltest du alles hinterfragen um dann daraus schlauer zu werden!

Eine kritische Grundhaltung ist immer positiv zu sehen und bei Weitem besser, als wenn du alles was dir vorgesetzt wird einfach akzeptierst, nur weil du zu faul zum nachdenken bist.

Daher gilt: Denke über die Dinge nach, wiege alle Argumente sorgfältig ab oder meditiere sogar darüber wenn es dir hilft. Frag nach dem ‚warum‘. Versuche das Leben und die Welt im Ganzen zu verstehen. Mach dir Gedanken und bilde dir dann eine Meinung über die Welt die dich umgibt. Werde dir über deine eigene Haltung zu den Dingen klar.

Doch egal zu welchen Rückschlüssen du dabei gelangst, ist es noch viel wichtiger wie du auf deine gewonnenen Erkenntnisse reagierst, welche Konsequenzen du daraus ziehst und was du im Leben daraus machst.

Die Welt wird sich definitiv nicht plötzlich dahin ändern wo du sie gerne hättest, aber du kannst bei dir selbst anfangen und kannst beeinflussen wie du auf bestimmte Dinge reagierst oder wie du zu ihnen stehst.

Wenn du wählen kannst zwischen einer positiven oder einer negativen Einstellung zu irgendeiner Sache, solltest du immer die positive Einstellung wählen, ganz einfach weil es besser für dich ist.

Konkret auf das Thema Geld bezogen bedeutet das, dass du Geld und Reichtum als einen ganz normalen Teil deines Lebens betrachtest. Selbst wenn du noch nicht viel Geld besitzt (von monetärem Reichtum ganz zu schweigen), kannst du schon jetzt die bewusste Entscheidung treffen Geld in einem positiven Kontext zu sehen. Du kannst daran arbeiten konstruktive und erfolgsfördernde Glaubenssätze zum Thema Geld zu verinnerlichen. Auf diese Weise trainierst du deinen Mindset (deine Geisteshaltung und Wahrnehmung), so das er dir in Zukunft ein nützliches Instrument sein wird, auf dem Weg zu Dollars, Euros und Yen…IM ÜBERFLUSS!

Es dreht sich weder das ganze Leben um Geld, noch darf man so tun als spiele Geld gar keine Rolle. Man sollte es als das betrachten was es ist, nämlich Mittel zum Zweck. Es ist nie der Zweck selbst, aber es wird uns helfen unsere Träume zu verwirklichen.

Jeden einzelnen von ihnen.

Damit du in den nächsten Jahren deines Lebens zu Geld und Wohlstand gelangst, ist es außerordentlich wichtig eine hohe Lernbereitschaft, Mut und Durchhaltevermögen mitzubringen und dir stetig immer mehr Wissen aufzubauen. Daher ist eine wichtige Voraussetzung für jeglichen zukünftigen Erfolg, herausragende Bildung.

Nur zu oft fragt man sich als Kind warum man dies oder das lernen sollte, „schließlich braucht man das ja später eh nicht mehr“.

Die Wahrheit ist jedoch dass man in dieser langjährigen Ausbildung, angefangen in der Grundschule bis zum Gymnasium, die Dinge lernt die als wirklich elementar anzusehen sind, die sogenannten „Basics“.

All diese Basics,  worunter sicherlich Lesen, Schreiben, Rechnen oder mit Anderen zu diskutieren, beziehungsweise sich mit Meinungen anderer auseinandersetzen, zählen, bilden das Fundament für diejenigen Dinge die einen wirklich interessieren. Dinge die du später lernen willst, Wissensfelder die du vertiefen möchtest, Bereiche in denen du einmal richtig gut werden willst.

Du weißt nie wann du diese Grundlagen einmal brauchen wirst. Aber Fakt ist, dass wenn du sie plötzlich brauchst – und sie dann nicht vorhanden sind – du große Schwierigkeiten haben wirst diese Lücken auf die Schnelle aufzufüllen.

Chancen warten nicht auf die Unvorbereiteten.

Entweder du bist bereit und packst sie am Schopf wenn sie vor deiner Tür stehen oder du lässt es.

Jeder der heute denkt, dass Schule keinen Sinn macht oder dass das, was man in der Schule lernt 'sinnlos‘ ist, hat Freunde die ihn in dieser Ansicht unterstützen und die gleiche Meinung teilen.

Später jedoch wird man allein im Vorstellungsgespräch sitzen und es wird kein Freund da sein der einem die Antwort auf eine Frage einsagen kann. Dann heißt es: „Abflug, nächster Bewerber bitte“.

Daher, kurz zusammengefasst, unsere Ratschläge für Kids und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren:

  1. Gib dein Bestes um die Welt und das Leben besser zu verstehen. Hinterfrage die Dinge, sei kritisch. Mache dir dein eigenes Bild. Höre dir die Meinungen anderer an. Ziehe deine eigenen Rückschlüsse. Sei bereit diese wieder über den Haufen zu werfen wenn du merkst, dass sie falsch sind oder wenn sich die Rahmenbedingungen geändert haben.
  2. Übe dich darin allen möglichen Herausforderungen mit einer positiven Einstellung zu begegnen. Das hat nichts mit Zweck-Optimismus zu tun. Vielmehr geht es um eine ehrliche Lust am Leben sowie den unbändigen Durst neue, unbekannte Dinge zu erleben.
  3. Sei fleißig! Falls du der Meinung bist, dass du dich was deinen Fleiß angeht noch verbessern könntest, so solltest du unbedingt an deiner Lernbereitschaft und Arbeitsmoral arbeiten. Fleiß ist Trumpf!

Eine positive Lebenseinstellung und der Wille sich zu verbessern sind die absoluten Grundlagen auf dem Weg zu Geld und Wohlstand. Du musst daher zuallererst dein Denken ändern, bevor du den gar nicht so beschwerlichen Weg zu Ruhm und Reichtum beschreiten kannst. Denn Reichtum beginnt immer und zuallererst im Kopf.

Also nichts wie los, mach dich auf den Weg!

Mit großer Zuneigung…

Euer

Manuel Ernst

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