Bist du ein Hustler?

Manuel ErnstMindset Comments

Vom Schreibtisch von Manuel Ernst

Thema: Statisches versus Dynamisches Selbstbild. Wie du deinen Hustler Spirit entfesselst.

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Wenn du selber ein Hustler bist, erkennst du einen anderen Hustler auf den ersten Blick. Wenn du ein Loser bist erkennst du niemals ob jemand ein Hustler ist, selbst wenn er dir direkt gegenüber steht.

Keine Angst, dieser Text hat keinesfalls die Absicht dich mit Amerikanischen Ghetto-Slang zu berieseln.

Aber aufgrund der Tatsache, dass es kein besseres Wort gibt, um die Eigenschaften in einem Menschen zu beschreiben, um die es hier gehen soll, werde ich pausenlos das Wort Hustler fallen lassen. Wenn dir das nicht passt, well…

What is a hustler?

Kein Mensch wird als Hustler geboren. Am Anfang sind wir alle gleich.

Eines Tages gehst du in die Schule und schlägst dich mehr schlecht als recht.

Andere ziehen mit Ihren Leistungen links und rechts an dir vorbei und du hast das Nachsehen.

Im Sportunterricht wirst du permanent als letztes in die Mannschaft gewählt, keiner will dich im Team haben.

Mädchen würdigen dich keines Blickes. In deren Realität existierst du einfach nicht.

Ist man über einen längeren Zeitraum diesen Gegebenheiten ausgesetzt, die in der eigenen Wahrnehmung mit hoher Wahrscheinlichkeit erst einmal negativ belegt sind, ist es einfach, über kurz oder lang ein negatives Selbstbild zu entwickeln. Dann lauten deine Gedanken wie folgt:

  • Ich bin der Typ der schlecht in der Schule ist. Ich muss dumm sein.
  • Ich bin der Typ der unsportlich ist. Das wird sich wohl nie ändern.
  • Ich bin der Typ auf den Frauen nicht stehen. Ich bin hässlich.

Wenn man solche Gedanken erst einmal im Kopf hat und diese täglich aufs neue durch EXTERNES Feedback ANDERER bestätigt werden, stehen die Chancen gut, dass man daraus eine eigene Identität entwickelt, welche statisch ist…

Ich bin der Typ der schlechte Noten schreibt, kein Fussball spielen kann und niemals eine Freundin haben wird. So war es gestern, so ist es heute und so wird es wohl für immer sein.

Wer ein statisches Selbstbild von sich hat, geht nicht davon aus Dinge ändern zu können. War man im Gymnasium schlecht in Mathe, wird man sein Leben lang schlecht in Mathe SEIN. Hat man jahrelang Drogen genommen, wird man für immer der Drogenjunkie SEIN.

Menschen lieben es sich in Ihrem statischen Selbstbild gemütlich einzurichten. Wenn man nicht davon ausgeht etwas ändern zu können, dann muss man sich ja einfacherweise auch gar nicht erst die Mühe machen es zu VERSUCHEN. Man spart sich Aufwand, Anstrengung, Fleiß, Schweiß und Tränen.

Und diejenigen Leute die einem permanent reinreden, dass man „doch mal probieren sollte, sich am eigenen Riemen zu reißen und etwas zu verändern“, können einen alle mal.

Wer mich nicht liebt wie ich bin, der kann sehen wo er bleibt. Aber mich soll er gefälligst in Ruhe lassen! Ich bin wie ich bin! Wenn mein Partner mich liebt, dann akzeptiert er mich so.

Ich wiege zwar 150kg, schwitze wie ein Schwein, habe meine Füße das letzte Mal vor 10 Jahren gesehen, weil mein fetter Bauch permanent im Weg war, aber mein Partner liebt mich wie ich bin!

Warum sollte ich etwas ändern?

So oder so ähnlich sehen die Rationalisierungen von Menschen mit statischen Selbstbildern aus.

Das entspricht dem typischen Durschnitts-Loser, wie du Ihn von der Straße kennst. Menschen die zu bequem sind etwas in Ihrem Leben zu ändern, weil Sie eine Identität aus Ihrer weinerlichen Existenz gemacht haben.

95% aller Menschen in der westlichen Welt ticken so.

Es ist vollkommen in Ordnung diese Einstellung zu haben, nämlich dann wenn du genau das erreichen willst was der Durchschnitt hat. Ein Auto (VW Passat), ein Einfamilienhaus am Stadtrand, zwei Kinder, zwei bis dreimal im Jahr in den Pauschalurlaub.

Doch selbst für ein Leben von der Stange, welches ich hier als „Durchschnitt“ bezeichnet habe, muss man realistisch betrachtet ziemlich hart arbeiten. Das Einfamilienhaus, für welches man sich für die nächsten 30 Jahre bis auf die Knochen verschuldet hat, bezahlt sich schließlich nicht von alleine.

Da muss Papi schon ziemlich devot arbeiten gehen und sich beim Chef bücken, damit der Job ja nicht flöten geht und man sich plötzlich mit der großen unbekannten, bereits lange tot geglaubten UNSICHERHEIT auseinandersetzen muss.

So wie die Mehrheit der Menschen in den westlichen Gesellschaften ist Papi nämlich genau eine nicht-gewährte Gehaltszahlung vom finanziellen Notstand entfernt, ganz nach dem Motto…

Noch 3 mal tanken, dann kommt Peter Zwegat.

Menschen mit statischem Selbstbild sind es in der Regel, die sich mit dem Status Quo zufrieden geben. Wenn ihnen jemand einen Vertrag unterschriftsbereit hinlegt, der ihnen garantiert, dass in ihrem Leben bis zum Schluss alles bleiben wird wie immer, sind sie die ersten die ihn unterschreiben.

Es ist ein interessantes Phänomen, dass insbesondere Menschen die bereits wenig haben (Unterschicht und Mittelschicht) so große Angst davor haben das Wenige, das sie besitzen, zu verlieren. Obwohl es für die meisten „unten“ ein immenses Aufwärtspotential gibt, wählen sie trotzdem den sicheren Weg und entscheiden sich (wenn auch zum größten Teil unbewusst) dafür dort zu bleiben wo sie sind. Es ist schlichtweg nicht Teil ihrer Realität, dass auch mehr möglich wäre.

Wenn ich von „mehr“ spreche meine ich damit keinesfalls materielle Angelegenheiten. Mit ‚mehr‘ meine ich vor allem mehr Wissen, mehr Fähigkeiten, mehr Erfahrungen, mehr Risiko, mehr Erlebnisse, mehr von allem. MEHR LEBEN.

Mehr Leben lässt sich jedoch nur realisieren, wenn du dein statisches Selbstbild Schritt für Schritt in ein dynamisches Selbstbild transformierst.

Nur weil du in der Schule schlecht im Rechnen warst, bedeutet das nicht, dass es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt dir die hohe Kunst der Mathematik beizubringen.

Nur weil du in der Schule kein Sprachgenie warst und die Schule nur mit mittelmäßigem Englisch verlassen hast, heißt das nicht, dass Hopfen und Malz verloren sind, was deine Mehrsprachigkeit betrifft.

Nur weil du in einer armen Umgebung aufgewachsen bist und keine reichen Eltern hattest, bedeutet das nicht, dass du für immer arm bleiben musst. Die Tatsache, dass du gestern kein Geld hattest und heute immer noch keines hast sollte dich nicht automatisch zu dem Gedanken verlocken, dass du morgen sowieso auch kein Geld haben wirst.

Die Fragen die wir uns auf dem Weg von einem statischen Selbstbild hin zu einem dynamischen Selbstbild immer wieder stellen müssen, sind..

 

Wie kann ich etwas lernen?

Was muss ich tun damit ich dies oder jenes bekomme?

Wer hat das was ich erreichen will schon mal gemacht?

 

Wenn du innerlich davon ausgehst, dass du etwas schaffen kannst, obwohl du im aktuellen Moment von dem erwünschten Zustand noch weit weg bist, hast du alle Voraussetzungen die für den Erfolg notwendig sind.

Genau das ist die Geisteshaltung eines echten Hustlers.

Ein Hustler vereint in sich mehrere essentielle Qualitäten, die allesamt erlernbar sind.

Darunter zählen Lernbereitschaft, ein unbändiger Wille, die Fähigkeit seine Emotionen zu kontrollieren und eine unvergleichliche Arbeitsmoral. Im Englischen gibt es einen schöneren Begriff für Arbeitsmoral, nämlich ‚work ethic‘.

Ein echter Hustler hat die Fähigkeit sich in Grund und Boden zu arbeiten.

Während die anderen schlafen, arbeitet er. Während seine Freunde Party machen und sich mit Alkohol volllaufen lassen um die Strapazen der Woche zu vergessen, arbeitet er. Während andere ihre Riester-Rente abschließen, arbeitet er. Ein echter Hustler hört nie auf zu arbeiten. Er kennt das Wort Rente nicht. Daher ist es für ihn auch gänzlich unverständlich wenn jemand aus der Unter- und Mittelschicht sagt „Ich arbeite auf die Rente hin“. Diese Worte ergeben in der Realität des Hustlers schlichtweg keinen Sinn. Für einen Hustler gibt es nur sich, sein Ziel und die Arbeit die ihn seinem Ziel näher bringt.

Ein Hustler kennt auch keinen Urlaub. Wenn überhaupt, dann arbeitet der Hustler im Urlaub. Man kann seinen Zielen auch am Strand näher kommen. Dann muss man den Urlaub aber auch nicht Urlaub nennen. Ob ein Hustler von seinem Schreibtisch aus arbeitet oder unter blauem Himmel an einem Strand irgendwo im Süden, macht für ihn keinen Unterschied. Für ihn ist das alles Leben. Sein Leben. Ein großartiges Leben.

Ein Hustler entwickelt die Fähigkeit seine Emotionen im Zaum zu halten. Er arbeitet konsequent daran diese Kernfähigkeit zu entwickeln und stetig zu verbessern. Es ziert sich nicht für einen Hustler den Kopf wegen Nichtigkeiten zu verlieren, so wie es bei den Angehörigen der Unter-und Mittelschicht regelmäßig geschieht. Ein Hustler weiß, dass er zuallererst die Gedankenströme in seinem Kopf kontrollieren muss, bevor er jemals irgendwelche anderen Ströme kontrollieren wird. Geldströme zum Beispiel.

Ein Hustler entwickelt im Speziellen die Fähigkeit seine Angst zu kontrollieren. Es ist nicht so, dass ein echter Hustler in gewissen brenzligen Situationen keine Angst verspürt, denn das tut schließlich jeder. Hustler sind ganz normale Menschen wie du und ich, aus Fleisch und Blut, inklusive der kompletten Farbpalette an Emotionen die ihm innewohnen. Dennoch versteht er es seine Angst in kontrollierte, produktive Bahnen zu lenken.

Ein Hustler hat genauso Angst vor großen Herausforderungen, vor neuen Sachen. Er erlaubt es jedoch nicht, dass ihn diese Angst zurückhält. Er erkennt an, dass die Emotion in ihm lebt und tut die Dinge die ihm Angst bereiten TROTZDEM.

Ein Hustler weiß warum jeder Mensch mit der Emotion Angst ausgestattet ist. Dies ist auf die Anfänge der Menschheit zurückzuführen, als wir alle noch im Busch lebten und durch die Steppe wanderten, permanent auf Nahrungssuche. So wie wir selber waren auch diverse Säbelzahntiger auf Nahrungssuche und der Mensch war für diese ein gefundenes Fressen. Genau aus dem Grund war es sinnvoll, dass der Mensch damals mit der Emotion Angst durchs Leben ging, schließlich hätte hinter jeder Ecke ein Säbelzahntiger lauern können. Die Angst war ein guter Gehilfe, der einen häufig vor dem Tod bewahrte.

In den Zeiten in denen wir heute Leben ist Angst in vielen Fällen nicht gerechtfertigt. In 99 Prozent der Fälle wird hinter der nächsten Ecke kein Säbelzahntiger auf uns warten.

Genau aus diesem Grund ist es unabdingbar seine Angst kontrollieren zu lernen und  zum Zwecke seines eigenen Vorteils zu nutzen.

Ein echter Hustler hat Angst, aber er weist dieser den für sie vorgesehenen Platz in seinem Leben zu. Er nutzt seine Angst als Motivation. Als Motivation um mehr zu erreichen, mehr zu leben, mehr zu schaffen, mehr zu machen. Ein Hustler umarmt seine Angst. Er umarmt die Unsicherheit.

Embrace uncertainty!

Ein Hustler hat einen unbändigen Willen, gepaart mit immenser Lernbereitschaft. Er weiß, dass Talent so gut wie gar nichts bedeutet. Jeder Mensch hat irgendein ‚gottgegebenes‘ Talent, das es ihm erlauben würde ein Leben zu kreieren, welches weit über dem Durchschnitt liegt. Vorausgesetzt er entwickelt dieses Talent.

Bildlich gesprochen ist ein Talent nichts als ein roher, unförmiger Block aus Lehm. Erst die kontinuierliche Ausarbeitung des Blocks, welche mit viel Zeit, hohem Arbeitseinsatz und Liebe zum Detail verbunden ist, wird den Lehmblock später zu einer einzigartigen, unverwechselbaren Statue werden lassen.

Die meisten Menschen machen sich in ihrem Leben niemals wirklich auf die Suche nach ihrem echten Talent. Und diejenigen die schon in früher Kindheit oder Jugend ein Talent ausfindig machen, verpassen es dieses zu entwickeln und auszufeilen.

Das Ausfeilen eines Talents funktioniert einzig und allein über harte, disziplinierte, kontinuierliche und fokussierte Arbeit. Hier spricht man von den klassischen 10.000 Stunden die jemand investieren muss um eine Fähigkeit zu perfektionieren. Eine Fähigkeit ist nichts anderes als ein ausgearbeitetes und gereiftes Talent.

Ein echter Hustler mit einem dynamischen Selbstbild, welches sich in seiner hohen Lernbereitschaft wiederspiegelt, weiß, dass Ihn harte Arbeit seinem Ziel näher bringen wird.

Ein echter Hustler weiß, dass er mit harter Arbeit ALLE talentierten, jedoch faulen Menschen, mit meilenweitem Abstand hinter sich lassen kann.

Ich wiederhole es daher nochmal: Ein echter Hustler kultiviert die Fähigkeit sich in Grund und Boden zu arbeiten.

Um die harte Arbeit gibt es keinen Weg herum. Es gibt keine Abkürzungen.

Es gibt nur dich.

Es gibt nur das Ziel.

Und es gibt nur die Arbeit dazwischen.

Was du daraus machst entscheidest du selbst.

Bist du ein Hustler oder bist du eine faule Sau?

 

Und übrigens: Das Dynamische Selbstbild funktioniert auch im umgekehrten Sinne. Nur weil du gestern die Fähigkeiten und Eigenschaften eines Hustlers an den Tag gelegt hast, bedeutet das nicht, dass du dich für immer und in alle Ewigkeit als Hustler bezeichnen darfst.

Wenn du es heute vorziehst den Tag wieder faul vor dem Fernseher zu verbringen, nur weil du dir gestern oder letzte Woche ein paar Tage lang den Hintern aufgerissen hast, well…

CRY ME A RIVER

In diesem Fall bist du kein Hustler. Du bist dann eher eine Person mit einer klassischen Angestellten-Mentalität, die fünf Tage lang unter großem Leid auf das Wochenende hinarbeitet, nur um nach zwei Tagen ‚Erholung‘ zu merken, dass die gleiche strapaziöse Prozedur wieder für fünf Tage von vorne beginnt.

Merke dir daher gut: Ein echter Hustler brauch keine Erholung. Für einen echten Hustler ist Arbeit Erholung. Denn ein echter Hustler trennt sein Leben nicht in Arbeit und Freizeit. Für einen echten Hustler ist Arbeit und Freizeit eins. Er liebt was er tut. Jeder Tag Freizeit ist ein Tag den er länger braucht um an sein Ziel zu gelangen.

Und für alle die mir aus dem letzten Paragraph einen Strick drehen wollen. Ich meine damit nicht, dass du nicht auf deine Gesundheit HOHEN Wert legen und systematische Ruhephasen in deinen Alltag einbauen solltest. Diese sind unabdingbar auf deinem Weg zum Erfolg. Wie du diese Ruhephasen geschickt in deinen Hustle integrierst werde ich in einem anderen Beitrag beschreiben.

Ein Hustler muss sich jeden Tag aufs Neue beweisen. Ein Hustler macht keinen Unterschied ob Montag, Dienstag oder Samstag ist. Ein Hustler arbeitet auch an Weihnachten, Feiertagen, an Geburtstagen und Silvester.

Ein Hustler arbeitet für sich selbst. Im Stillen. Pausenlos bastelt er am Mosaik seines Lebens.

Ein Hustler muss hervorragend organisiert sein. Für Bullshit bleibt kein Platz und keine Zeit.

Jeder kann ein Hustler sein, aber die wenigsten sind es. Hustling bedeutet noch wach zu sein wenn alle anderen schon das Licht ausgeschaltet haben.

Hustling heißt schon wieder wach zu sein und im Wald eine Runde Joggen zu gehen, während sich die anderen noch im Bett wälzen.

Hustling heißt auf dem Sprung zum nächsten Geschäftstermin zu sein, während andere noch Ihre Mittagspause bis auf die letzte Minute ausreizen.

Hustling ist ein Lebensgefühl.

Hustle never stops.

Hustlers never stop.

Hustlers be hustling.

Yesterday.

Now.

Bis in alle Ewigkeit.

Bist du ein Hustler?

 

Mit großer Zuneigung

Euer Manuel Ernst

 

P.S. Wenn dich das Thema fasziniert und du dich selber intensiver damit auseinandersetzen möchtest, sind diese zwei Bücher für dich absolute Must-Reads. Viel Spass damit..

Zum Thema Dynamisches/Statisches Selbstbild: Selbstbild: Wie unser Denken Erfolge und Niederlagen bewirkt – von Carol Dweck

Zum Thema Hustling & den Umgang mit der Emotion Angst: The 50th law – von Robert Greene und 50 Cent

 

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