Kinder und Geld – warum Banker skrupellos sind

Manuel ErnstFinancial intelligence Comments

Vom Schreibtisch von Manuel Ernst

Thema: Wie Banker unsere Kinder schon von frühester Kindheit an manipulieren

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Kinder haben das Pech (und das Glück) ohne Geld auf die Welt zu kommen. Nach und nach sammeln sie aber schon frühzeitig ihre ersten Euros bei Familie, Verwandten und Paten ein. Dann stellt sich immer dieselbe Frage: Wohin mit dem Geld?

Ins Sparschwein, unters Kopfkissen oder gleich im nächsten Kiosk für ein paar Bonbons ausgeben?

Nun kommen die Eltern ins Spiel. Die haben in weiser Voraussicht meist schon früh im Leben ihres Sprösslings ein Bankkonto eröffnet. Also fassen sie sich eines Tages ein Herz und nehmen ihr Kind zu seinem ersten Ausflug in die Bank mit. Solch ein Tag kann zum Beispiel der allseits beliebte Weltspartag sein. An diesem Tag tritt das Kind zum ersten Mal in seinem Leben dem lieben Onkel von der Bank gegenüber, der sich selbst als Geldfachmann sieht und das Kind mit einem für seine Spezies typischen breiten Grinsen empfängt.

Dem guten Banker ist bewusst, dass der frühe Vogel den Wurm fängt, also hat er sich zum Ziel gesetzt das Kind schon in dessen erstem Lebensabschnitt unter seine wohlwollenden Fittiche zu nehmen.

Ab jetzt erhält das Kind jedes Mal wenn es zum Weltspartag in die Bank kommt, um ein paar Euros abzuliefern, ein kleines aber feines Geschenk vom lieben Bankonkel. Dies können zum Beispiel neue Malstifte, eine Spardose, ein Mousepad oder ein paar Luftballons sein. Das Kind wird so bereits von klein auf vom lieben Banker darauf konditioniert sein Geld in regelmäßigen Abständen ins Geldhaus zu tragen, wo es vom Banker umgehend reichlich belohnt wird.

Mit dieser vorsätzlichen Konditionierung des Kindes stellt die Bank sicher, dass der junge Mensch schon von klein auf ein positives Gefühl mit dem Gang zur Bank verbindet.

Durch das frühzeitige Aufbauen einer Vertrauensbeziehung zwischen Bank und Kind verankert die Bank ihre Daseinsberechtigung im zukünftigen Leben des Kindes.

Das Kind bringt regelmäßig wertvolles Geld in die Bank und erhält im Austausch einen Haufen wertlosen Schrott.

Konkret bedeutet das -am Beispiel illustriert- dass der kleine Paul jährlich sein zusammengespartes Geld, sagen wir 100 Euro, auf sein Bankkonto einzahlt und im Gegenzug von der Bank Schrott im Wert von maximal 50 Cent erhält, denn mehr sind weder die Spardose noch die Malstifte, die die Bank massenweise bereitstellt, nicht wert.

Daran wird ersichtlich wieviel man der Bank unter dem Strich bedeutet – so gut wie nichts!

Dabei solltest du wissen, dass die Bank jeden Euro den sie als Einlage erhält, zirka 15-20 Mal weiterverleihen kann, durch die Vergabe von Krediten.

Heißt also, dass der liebe Banker aus einem einzigen Euro 19 zusätzliche Euros zaubern kann. Bringt Paul seine 100 Euro zur Bank, so gibt er ihr die Möglichkeit 1500-2000 Euro an Krediten zu vergeben, auf die die Bank wiederum Zinsen verlangen kann und somit noch mehr verdient.

Bank müsste man sein!

Obwohl Paul mit seiner Einlage in Höhe von 100 Euro der Bank einen Nutzen von knapp 2000 Euro stiftet, erhält er im Gegenzug trotzdem nur einmal im Jahr Schrott im Wert von 50 Cent.

Traurig aber wahr, die Bank gewinnt immer!

Nun aber zurück zum Aspekt der Konditionierung. Konditionierung heißt in diesem Fall nichts anderes als dass das Kind darauf „trainiert“ wird sein Geld bei der Bank abzuliefern, wo es dafür eine wunderbar bunte Belohnung erhält. Vergleichbar mit einem Hund der das Stöckchen holen soll und – falls er es brav zurückgebracht hat – vom Herrchen ein Leckerli erhält. In unserem Fall ist das Herrchen die Bank, das Kind ist der Hund und die Malstifte das Leckerli.

Konditionierung bedeutet hier nichts anderes als gezielte Manipulation.

Etwas worin die Anzugträger von der Bank sehr gut sind! Durch das Instrument der Konditionierung im Kindesalter ist gewährleistet, dass das Kind, später der junge Erwachsene und schließlich der im Berufsleben stehende Mensch (Du!) sein Geld immer brav zum Geldgangster von der Bank bringt. Dort lässt er sich von diesem auf vermeintlich fachmännische Art und Weise beraten, lässt sich Lebensversicherungen und Bausparverträge aufschwatzen, in Kredite treiben und viele andere krumme Dinge die einzig und allein der Bank nutzen.

Der Geldanleger selbst wird somit Zeit seines Lebens zum Sklaven der Bank. Und wie wir zuvor schon ausgeführt haben, beginnt das Sklavendasein schon im Kindesalter – dafür sorgt die Bank!

Diese kurze Einleitung in die Thematik soll hauptsächlich darauf aufmerksam machen, dass du dich, sobald du in den Besitz von Geld kommst, bereits in einer unsicheren Situation befindest.

Jeder wird versuchen sich dieses Geld unter den Nagel zu reißen – vor allem der geschniegelte Schnösel von der Bank! Der macht keinen Unterschied ob er mit einem Kind oder einem Erwachsenen zu tun hat, denn manipulativ verhält er sich gegenüber jedem!

Somit gilt es vorsichtig gegenüber allem und jedem zu sein und alle erhaltenen Ratschläge kritisch zu hinterfragen – vor allem die von der Bank!

Je früher man im Leben damit beginnt, desto besser!

Mit viel Liebe…

Euer

Manuel Ernst

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