Wirtschaftlich angespannte Zeiten? – „Pfeif drauf“-Zeiten!

Manuel ErnstMindset Comments

Vom Schreibtisch von Manuel Ernst

Thema: Wie du in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten deinen Weg findest

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In diesem Jahr gilt es einfach ‚Pfeif drauf‘ zu sagen. Um genau zu sein, ist es das Jahrzehnt um ‚pfeif drauf‘ zu sagen.

Ganz richtig, pfeif einfach drauf! Fuck it!

Dabei ist es ganz egal was dich an den Punkt gebracht um etwas so drastisch auszudrücken. Vielleicht wurdest du hochkant aus deinem Job hinaus geschmissen. Vielleicht ist deine Firma pleite gegangen. Vielleicht hast du einfach aufgegeben weil du es nicht mehr länger ausgehalten hast. Vielleicht hast du gerade die Schule beendet und die Aussicht weiterhin bei deinen Eltern wohnen zu müssen, ist um einiges schlimmer als in eine versiffte WG zu ziehen, in der du dir das Bad zusammen mit vier anderen Leuten teilen musst. Was auch immer der Grund sein mag, so ist die Frage: Wie bekommst du es hin diese schwierige Zeit so zu nutzen, dass sie den Beginn von etwas Positivem darstellt?

Meine Aufgabe ist es nun dir deine ganze persönliche ‚Pfeif drauf‘-Liste zu geben.

 

1. Nimm die Tatsache hin, dass es OK ist wie ein Student zu leben

Es ist vollkommen egal wo du wohnst. Es ist egal wie du wohnst. Es ist egal was für ein Auto du fährst. Es ist egal welche Klamotten du trägst. All das ist unwichtig. Dein größter Feind sind deine Rechnungen. Je mehr du anderen schuldest, desto größer wird der Stress für dich. Je mehr du dir selber wegen Rechnungen Stress machst, desto schwieriger wird es dich auf deine Ziele zu konzentrieren. Noch wichtiger: Umso höher deine Anforderungen sind was die Höhe deines monatlichen Einkommens betrifft, desto mehr Chancen und Möglichkeiten schließt du von vornherein aus. Je billiger du lebst, desto mehr Optionen hast du. Denk immer daran.

 

2. Probiere dich in vielen Dingen aus

Wenn du geringe Lebenshaltungskosten hast und bereit bist herauszufinden wie deine Zukunft aussehen könnte, so ist nun für dich die Zeit gekommen ALLES MÖGLICHE auszuprobieren. Die ‚Pfeiff drauf‘-Mentalität bedeutet, deine Ängste zu überwinden und einen Job in einem dir gänzlich fremden Bereich anzufangen. Es bedeutet unterschiedliche Dinge auszuprobieren um herauszufinden was du wirklich gerne tust. So etwas wie ‚zu viele Jobs‘ gibt es schlichtweg nicht. In wirtschaftlichen Zeiten wie wir sie gerade erleben, ist es nicht einfach einen Job zu bekommen, wenn nicht manchmal sogar vollkommen unmöglich. Daher musst du dir den Hintern aufreißen um selbst Chancen für dich aufzutun.

‚Chancen auftun‘ bedeutet dort nach Möglichkeiten zu suchen wo andere nicht suchen. Orientiere dich in eine andere Richtung als in die Richtung in die deine Freunde und Kommilitonen gehen. Mach dir eine Liste mit Jobs und Unternehmen die nicht der Norm entsprechen. Mir ist bewusst, dass du den Instinkt hast deiner Leidenschaft zu folgen, Fussballer, Schauspieler, Unternehmensberater zu werden oder bei ‚Deutschland sucht den Superstar‘ zu gewinnen und viele andere Dinge die deine Freunde auch gerne machen würden. Aber warum mit dem Strom schwimmen? Wenn du genau die Leiter hinaufsteigen willst auf der alle anderen auch nach oben wollen, so stehen deine Chancen gut, dass du genau da landen wirst wo alle anderen auch landen. Nämlich im Mittelmaß.

Geh dahin wo andere nicht hingehen.

Genauso wie du nach dem Zerbrechen deiner ersten großen Liebe dachtest, dass du dich nie wieder verlieben könntest, wirst du einen anderen Job finden oder ein anderes Unternehmen das dir ebenso viel Freude bereitet. Geh deine Liste durch und versuche dich in möglichst vielen Bereichen die du aufgeschrieben hast. Mach dich auf den Weg, mach dich an die Arbeit. Arbeite hart!

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen ist es wirklich eine Frage der Hartnäckigkeit ob du am Ende Erfolg haben wirst oder nicht. Du wirst dich weiterhin für alles mögliche bewerben müssen, sobald sich irgendwo irgendeine Tür auftut und nach einer potentiellen neuen Chance aussehen könnte. Dann ist es deine Aufgabe durch diese Tür zu gehen und zu sehen was sich dahinter verbirgt. Und du darfst auf keinen Fall nachlässig werden. Einen Job zu finden bedeutet harte Arbeit!

Wenn du Rechnungen zu bezahlen hast und dafür einen Job annehmen musst bei dem du nachts arbeitest, dann mach es.

Tagsüber hast du Zeit dich nach einer anderen Arbeit umzusehen, eine Arbeit die du wirklich machen möchtest. Arbeite als Bedienung in einer Bar, als Nachtwächter, verkaufe Staubsauger von Tür zu Tür. Was auch immer es ist, mach es, während du dich gleichzeitig immer wieder selbst daran erinnerst, dass dir das was du in diesem Moment tust, die Tür zu deiner Zukunft öffnen wird.

Sobald du einen Job gefunden hast, erinnere dich immer wieder daran, dass du voll hinter dem stehst was du tust. Jeder sieht immer die gute Seite an dem Job den er gerade hat. Und das ist auch richtig so. Den neuen Job den du gerade bekommen hast, von dem du dachtest, dass er ‚super toll‘ sein wird, wird auch super toll sein. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er für genau drei Monate super toll sein. Dann wird dir bewusst, dass er doch nicht so super toll ist und du etwas anderes finden musst das dir gefällt. Das ist vollkommen in Ordnung. Du musst nicht jedes Mal richtig liegen. Du musst nur ein einziges Mal richtig liegen.

Den für dich passenden Job zu finden ist wie den passenden Partner zu finden. Es ist solange schwer, bis du anfängst zu suchen. Und wenn du dann endlich anfängst zu suchen fühlt es sich großartig an, nämlich genau so lange, bis es das nicht mehr tut. Dann schlägt es in Frustration um und zwar so lange bis es endlich für dich hinhaut. Aber wenn du endlich richtig liegst, ergibt alles urplötzlich einen Sinn.

 

3. Finde heraus ob du den richtigen Job hast

Es ist relativ einfach herauszufinden ob man den richtigen Job hat oder nicht. Wenn es für dich einzig und allein von Relevanz ist wie viel du bezahlt bekommst, dann hast du nicht den Job den du liebst. Ich will damit nicht sagen, dass du nicht versuchen solltest soviel Geld wie möglich in deinem Job zu verdienen. Darum geht es nicht. Es geht darum ob du das, was du tust, wirklich gerne tust. Wenn du das, was du tust, so gerne tust, dass du bereit bist weiterhin wie ein Student zu leben nur um den Job behalten zu können, dann hast du deine wahre Bestimmung gefunden.

 

4. Finde heraus wie du der Beste sein kannst

Sobald du herausgefunden hast was du wirklich gerne machst, solltest du nur noch ein Ziel verfolgen: Der Beste auf der ganzen Welt zu werden in dem was du tust. Dabei ist es vollkommen egal ob du Parkwächter bist, Sportler, Buchhalter oder Barkeeper. Alles was zählt ist, dass du alles gibst, um der Beste zu sein. Natürlich ist „der Beste“ immer relativ. Rate mal wer die eine Person ist, auf die du dich nicht verlassen solltest, wenn es darum geht deine Fähigkeiten zu beurteilen?

Du selbst! Der schlechteste Richter, was deine Fähigkeiten betrifft, bist du. Selbstbeurteilung ist niemals erfolgreich. Wenn du der Beste in etwas bist, so wird die Nachfrage nach deinen Diensten wachsen. Jeder will den oder die Beste engagieren. Jeder will mit den Besten in Verbindung gebracht werden. In diesem Jahr, in dieser wirtschaftlichen Lage, wechseln so viele Menschen den Job und es ist viel einfacher geworden über soziale Netzwerke oder andere technische Neuerungen in Verbindung zu bleiben, was im Gegenzug auch bedeutet, dass die Leute, die dich brauchen und dich finden wollen, dich auch finden werden. Anstatt zu versuchen Menschen davon zu überzeugen, dass du der Beste bist, lass die Qualität deiner Arbeit für sich sprechen.

 

5. Beginne den Tag motiviert und mit einer positiven Einstellung

Du wirst Fehler machen. Das machen wir alle. Es ist mir nicht möglich zu sagen wie oft ich schon Mist gebaut habe und vermutlich auch weiterhin bauen werde. Es passiert ständig. Doch egal was passiert, erinnere dich jeden Morgen aufs Neue daran: Sobald du dir den Schlaf auf den Augen gewaschen hast, wirst du jede Minute des Tages in vollen Zügen genießen. Du wirst die Bewerbungsgespräche genießen die du zu absolvieren hast. Du wirst es genießen in der prallen Hitze zu stehen und auf deinen Mitbewohner zu warten, der versprochen hat dich danach abzuholen. Du wirst es genießen plötzlich zu bemerken wie zerknittert dein Anzug mittlerweile ist und wie satt du die Krawatte hast die du gerade trägst, die einzige die du besitzt.

Du wirst all den Mist genießen mit dem du dich auseinandersetzen musst, während du deinen Zielen und Träumen nachjagst. Im Rückblick wirst du dich gerne daran erinnern. Jede einzelne Erfahrung wird dir als Motivation dienen und eine weitere großartige Erinnerung darstellen, wenn irgendwann endlich alles zusammenkommt und du deine Ziele erreichst.

Du hast die Wahl. Was wirst du tun?

Mit charmanten Grüßen

Euer

Manuel Ernst

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